Harte und mühsame Wochen liegen hinter uns und wahrscheinlich auch noch vor uns. Nun, mehr als 4 Wochen nach der OP muss Marley erstmals keinen Verband mehr tragen. Die Wundheilung hat sich bei der extrem dünnen Haut und dem geringen Fettgewebe des Whippets als äußerst kompliziert und langwierig erwiesen. Durch den Verband gab es immer wieder neue offene Stellen und wir mußten an die 3 mal pro Woche zur Ordination nach Hollabrunn (was bei den verstauten Straßen bedingt durch Weihnachts-Shopping-Wahnsinn ein besonderes “Vergnügen” darstellt :( ) Um Schlimmeres zu vermeiden, war Marley’s Bewegungsfreiheit während der ganzen Zeit auf kurze Gassirunden, also nicht mehr als 30-40 Minuten pro Tag eingeschränkt! (So wenig Bewegung gab’s in Marley’s fast 7 Jahren bei mir maximal einen Tag lang (etwa bei Dauerregen)) … ich war jedoch erstaunt, wie gut er sich nach kurzer Zeit damit arrangieren konnte – dieser Hund ist einfach ein Traum! – kein bisschen Frust, trotz soviel Schmerz und Verzicht und totaler Langeweile immer freundlich, unendlich geduldig, extrem kuschelig – dankbar für jede Streicheleinheit – und immer sein verspieltes Wesen behaltend … diese schwere Zeit hat uns noch mehr zusammenwachsen lassen …

 

Zehe vorher - und nachher (der Knoten des Fadens zeichnet sich deutlich unter der Haut ab)

Nun ist es leider immer noch nicht überstanden … wie die Bilder zeigen, liegt der äußere Knoten des Fadens sehr nah unter der Haut und muss voraussichtlich wieder gezogen werden. Trotzdem hoffen wir, langsam die Bewegung wieder steigern zu können. Ob die Zehe den – erst in Wochen, wenn nicht Monaten – ersten Freilauf übersteht und sich die ganze Mühe gelohnt hat, steht weiterhin in den Sternen …

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle auch an all jene, die sich in dieser harten Zeit persönlich bei mir gemeldet  oder Marley sogar einen Krankenbesuch abgestattet haben, um ihm die Langeweile während seiner langen Genesungszeit zu vertreiben!

4 Responses to “Langwieriger Heilungsprozess”

  1. Oijeee, die Pfote sieht auf den Bildern ja sehr mitgenommen aus. Armer, braver, geduldiger Marley!!! Hätte sich der Faden selber auflösen sollen? Ich hoffe das geht jetzt mit einem kleinen Schnitt und die Zehe muss dann einfach halten!
    Also das mit dem Krankenbesuch würden wir gerne nachholen. Wir sind am 13. Jänner auf einem Ball in Niederösterreich. Da werden die Hundsis zuhause bleiben und wir könnten euch dann am 14. oder 15. besuchen kommen wenn ihr Zeit hättet!
    Ich melde mich in den nächsten Tagen einmal telefonisch und weiterhing gute Besserung für den Traumhund!!!

    lg
    Sabine und Co

  2. Eva says:

    Auch wenn es nichts nützt: wir leiden mit Euch und drücken ganz fest die Daumen für bessere Zeiten!!

    Liebe Grüße

    Eva

  3. Gerda says:

    Hallo,
    ich bin durch eine Freundin auf Marleys Unfall aufmerksam geworden. Genauso eine Verletzung hat nun eine meiner Hündinnen. Das Röntgenbild hat keinen Bruch ergeben. Die Physiotherapie bringt anscheinend auch wenig. Ich gebe seit Monaten Traumeel und massiere vorsichtig die verhärteten Stellen und die Sehnen zwischen den Ballen. Sie läßt es sich gefallen, wenn auch ungern, hat entweder keine Schmerzen oder nach Whippetart zeigt sie es nicht.
    Ich bilde mir ein, es ist ein wenig schwächer geworden. Aber es besteht seit Dezember.
    Nun habe ich von Marleys OP hier gelesen und bin nun am Zweifeln, ob ich das auch machen lasse.
    Natürlich hat sie Flexileinenzwang. Seit zwei Tage habe ich mich aus einem Bauchgefühl heraus entschlossen, sie auf einer stein- und stockfreien feuchten Wiese einmal abzuleinen und rennen zu lassen.
    Anscheinend hat der weiche, feuchte Boden ihr nicht geschadet.
    Irgendwie habe ich im Hinterkopf, dass gerade dieser feuchte weiche Boden diese Verhärtungen, von denen ich auch nicht weiß, was es ist, ihr gut getan, aber auf alle Fälle nicht geschadet hat.
    Passiert ist das Ganze durch eine wüste “Lustrennerei” durch einen kleinen Buchenwald. Man denkt immer Verletzungen bekommen die Hunde leicht auf der Rennbahn…also wenn unsere Whippets Verletzungen hatten, dann bekamen sie die immer auf freiem Feld, Wald oder undeffinierbarem Gelände, wenn sie wieder einmal wild “losgebrettert” sind.
    Ich würde mich sehr freuen zu erfahren wie es mit Marley nun steht oder weitergeht und würde gern mehr Erfahrungen bekommen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Gerda

  4. Gerda says:

    Hallo Karin,
    wir waren heute erneut beim Arzt und Jeannie hat wieder Spritzen bekommen, und zwar Zeel 1 ml und Traumeel 1 ml um die Knoten herum. Wir haben das zum 2. Mal machen lassen und siehe da, in der Kombination, Spritzen, tägl. 2 Taumeel-Tabletten, eigene Massagen, Flexileine und gelegentlichem Freilauf auf einer dicken weichen Wiese, schwellen die Knoten langsam, ganz langsam ab und sie zeigt kein Lahmen danach. Canosan haben wir nun auch besorgt und werden es zusätzlich geben.
    Und: “Die Hoffnung stirbt zuletzt…”für Marley und Jeannie….
    Liebe Grüße
    Gerda

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